Kinderkantine

Die Knicklichtkantine wird täglich von vierzehn bzw. fünfzehn verbindlich angemeldeten Kindern vom Ölberg besucht. Die Kinder kommen direkt nach der Schule und haben hier einen Raum, um von ihren Erlebnissen zu berichten und Hausaufgaben zu machen.

Wenn alle Kinder eingetroffen sind, gibt es eine gemeinsame Mittagsmahlzeit. Dabei geht es nicht nur um eine gesunde und warme Nahrung, sondern auch um das Miteinander. Gut gestärkt bieten wir nach dem Essen dann Gruppenspiele an. Wir nutzen dafür sogenannte, „Schlauspiele“, mit denen die Kinder ihre sprachlichen, mathematischen, kognitiven und motorischen Fährigkeiten stärken können. Am Nachmittag ist dann noch einmal Zeit für weitere Hausaufgaben .

Warum gibt es die Kinderkantine?

Da die Kinderkantine auf dem Ölberg, in einem teilweise sozial benachteiligten Gebiet der Wuppertaler Nordstadt angesiedelt ist, kommen viele Kinder aus einem nur wenig förderndem Umfeld. In der Regel haben die Kinder zu Hause keine Möglichkeiten mit ihren Eltern Hausaufgaben zu machen oder mit ihnen zu spielen. Sie sind oftmals auf sich alleine gestellt und haben niemanden, um ihre Erlebnisse aus der Schule besprechen zu können. Oft fehlt ihnen ein warmes Mittagessen und Gesellschaft beim Essen.

Außerdem fehlen in vielen Familien oft individuellen und/ oder zeitlichen Ressourcen, um die Kindern nachmittags bei den Hausaufgaben zu helfen. Zu uns kommen ausschließlich Kinder, die in offenen Ganztagsbetreuungen der Schulen keinen Platz bekommen haben oder eine kleinere Gruppengröße benötigen. 

Wer kann an der Gruppe teilnehmen?

Der Kontakt zum Knicklicht kommt in der Regel durch die Schulen, durch das Jugendamt oder auf Eigenititiative der Eltern zu Stande. Die Nachfrage ist allerdigs so groß, dass bedauerlicherweise nicht genügend Plätze zur Verfügung gestellt werden können.

Wie sieht die Zusammenarbeit mit den Eltern aus?

Wir haben kontinuierlichen Kontakt zu den Eltern durch Telefonate und durch die „Bring- und Abholsituationen“ der Kinder. Es entstehen immer wieder intensivere Gespräche und auch bei häuslichen sowie schulischen Problemen bitten die Eltern um Rat. Bei Bedarf werden individuelle Gesprächstermine vereinbart.

Zusammen mit den Kindern planen wir regelmäßige Elternnachmittage, die sehr gut besucht werden. Die Kinder haben Spaß daran, selbstentwickelte Tänze, Gedichte, Spiele, Zirkusakrobatik und Lieder einzuüben und vorzuführen.

Demokratiepädagogische Ausrichtung

Wir führen gemeinsam mit den Kindern einmal in der Woche einen Kinderrat durch. Es geht dabei darum, Gemeinschaft zu fördern, Teilhabe/Teilnahme zu ermöglichen, kommunikative Kompetenzen zu stärken und demokratische Prinzipien kennenzulernen sowie anzuwenden. Es gibt verschiedene Ämter, die die Kinder übernehmen: Das Amt des Protokollanten, der Vorsitzenden, des Regelwächters und der Zeitwächterin. Die Kinder probieren sich in den verschiedenen Ämtern aus und sie erleben, dass sie sich selber einbringen, sie erfahren Selbstwirksamkeit und dass sie dadurch Dinge verändern können.